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Demos / Mini Produktion

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Demos Im Studio-Nord-Bremen

Es gibt heutzutage keine echten Demos mehr. Das hat sich mit den aktuellen Produktionsmitteln (Computer) erledigt. Was wir hier im Studio anbieten, sind Mini-Produktionen auf gehobenem Niveau, die sich in ihrem zeitlich begrenzten Rahmen eher in einem Bereich der Vorproduktion ansiedeln.

Deshalb eröffnen wir hier Bands und Künstlern die Möglichkeit, an einem Wochenende von Freitagnachmittag bis Sonntagabend zu einem günstigen Preis maximal drei Titel in einer Qualität aufzunehmen, die man sonst nur von gehobenen Produktionen her kennt.

Die Zahl 3 hat sich für mich über die Jahre als realistische Anzahl für die aufzunehmenden Titel herausgestellt, denn die meisten Bands überschätzen dann doch ihre Fähigkeiten und die Dinge gehen meist nicht so schnell von der Hand wie im Übungsraum. Denn da gibt es nämlich selten jemanden, der dann sagt: “Das war noch nix, Freunde. Noch mal bitte!“.

Mit der Aufnahme alleine ist es ja dann auch nicht getan. Man muss aus den aufgenommenen Takes aussuchen, zusammenschneiden, abwägen, was ist besser. Ja, nein, vielleicht, noch mal? 

Das dauert alles so seine Zeit und meist länger, als man denkt (da ging das mit `ner Bandmaschine früher schneller). Und dann ist der Song auch noch nicht gemischt, und die Band oder der Künstler soll am Ende der Session auch mit den drei aufgenommenen Titeln zufrieden aus dem Studio gehen.

So eine Demo-Session setzt sich für mich aus folgenden Punkten zusammen.

1. Band im Übungsraum besuchen. Da entscheidet sich für mich schon, ob das für die Band oder den Künstler überhaupt Sinn macht, jetzt schon ins Studio zu gehen, oder ob man nicht vielleicht lieber noch ein bisschen üben sollte. Das ist auch immer eine Frage wie die Band oder der Künstler sich sieht und was er damit vorhat. Wenn es nur zur Feststellung des Status Quo und eines „Wo stehen wir?“ sein soll, bin ich auch der Letzte, der sich gegen diesen Spaß sträubt. Wenn dagegen höhere Ziele angestrebt werden, sollte man hier schon genauer hinschauen und ehrlich zu sich selbst sein. Denn nichts ist Frustrierender als das ewige „Da war schon sehr viel Schönes dabei, aber das machen wir noch mal.“ zu hören.

2. Am Freitagnachmittag , je nachdem wie gearbeitet wird, startet der Aufbau der Instrumente, wobei da von Vorteil ist, wenn der Drummer zuerst kommt, da das Schlagzeug immer am Aufwendigsten zu mikrofonieren ist und das die meiste Zeit in Anspruch nimmt. Wenn alle gleichzeitig kommen wollen, ist das auch gut, letzten Endes müssen sowieso alle auf mich warten, bis ich fertig bin und das „OK“ zum Soundcheck gebe. Im Studio-Nord-Bremen wird noch klassisch aufgenommen, d.h. alle im großen Aufnahmesaal mit Stellwänden - akustisch, so gut es geht, voneinander getrennt. Das Ist für mich die einzig wahre Aufnahmesituation, eine Band aufzunehmen: alle in einem Raum, Kopfhörer auf oder auch nicht und dann...1..2..3. Und los geht´s. Wenn der Soundcheck fertig ist, ist es meistens auch schon mitten in der Nacht. Und vielleicht sind die drei Nummern auch schon mal angespielt und es ist ein Aufnahmeplan gemacht, so dass man weiß, was am nächsten Tag zu tun ist.

3. Sonnabend ist regulärer Aufnahmetag, der normalerweise um 09.00 Uhr startet. Dann wird um 10.00 Uhr erfahrungsgemäß der erste Ton gespielt. Man arbeitet sich dann den Tag über durch die Nummern und am Abend so gegen 22.00 Uhr sollte dann alles im Kasten sein.

4. Sonntag ist wieder um 9.00 Uhr „Antritt“, so dass es dann um 10.00 Uhr wieder losgehen kann. Diesmal mit dem Mischen. Erfahrungsgemäß entwickelt sich über die Aufnahmezeit ein guter Rough Mix, auf dem man aufbauen kann, aber man unterschätzt dann meistens doch, wie lange es dann dauert bis einem ein Mix auch wirklich gefällt. Meistens müssen dann auch noch kleinere Sachen ausgebessert werden, die einem bei den Aufnahmen entgangen sind oder die sogar fehlen, deswegen wird auch erst am ENDE, wenn alles fertig ist, abgebaut. Das sollte dann wieder so gegen 22.00 Uhr sein. Was erfahrungsgemäß dann doch wieder eher 03.00 Uhr am Montagmorgen wird, aber man muss sich ja Ziele setzen, was aber nicht heißt, dass endlos herumgefummelt werden kann. Und wenn die Band das Studio mit Mix und Master verlassen hat, ist diese Session dann auch beendet.

5. Letztenendes ist das natürlich auch alles nur eher eine Richtlinie und wer die Möglichkeit hat, vielleicht auch zuhause zu mischen, der kann die Files natürlich auch mitnehmen und den Sonntag auch noch für Aufnahmen nutzen, ganz so wie es einem gefällt.

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